Tausend Lichter

Was will die Welt von fernen Sternen,
wenn sie sich doch selbst nicht kennt?
Zu schätzen wissen was man hat,
das Leben ist und bleibt geschenkt,
doch nicht zu billig soll es werden,
bis zum Sterben jammernd klagen?
Manche möchten nur mehr fliehn,
dort am Himmel Lichter warten,
sie warten länger als die Zeit,
doch zeitlos sind sie nicht,
denn wenn einer von uns Menschen geht,
kommt schon das nächste Licht.

Hörst du es?
Der Ruf wird lauter,
erzittern lässt er Berg und Tal,
bunte Wiesen zugebaut,
die Hügel nur mehr kalt und kahl,
die Wälder brennend gehn zu Grund,
das Wasser wird mit Wein vermischt,
und selbst die letzte Kinderträne,
dem Kind aus dem Gesicht gewischt.

Doch trotz der Furcht die uns verschlingt,
weiß ich,
ich habs doch selbst gesät,
keine Winde werden kühlen,
nichts kann mehr helfen,
kein Gebet.
Das Einzge was jetzt nur noch zählt,
ich schau zum Himmel,
sitz im Garten,
und lächle,
denn jetzt weiß ich es,
dass tausend Lichter auf mich warten.

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Veröffentlicht von Moritz Pongratz

Moritz Pongratz wurde am 27.01.2003 in Kärnten geboren und veröffentlichte 2020 seinen ersten Lyrikband 41 Gedichte in beabsichtigter Reihenfolge im Verlag SchriftStella. Derzeit befindet er sich in Vorbereitung auf sein Germanistik und Jazz Schlagzeug Studium in Graz. Die Website „Moritz Pongratz Literatur“ ist Portfolio und Medium zum Experimentieren zugleich. Publiziert werden Gedichte und Prosaminiaturen in Rohfassung.