Tausend Lichter

Was will die Welt von fernen Sternen,
wenn sie sich doch selbst nicht kennt?
Zu schätzen wissen was man hat,
das Leben ist und bleibt geschenkt,
doch nicht zu billig soll es werden,
bis zum Sterben jammernd klagen?
Manche möchten nur mehr fliehn,
dort am Himmel Lichter warten,
sie warten länger als die Zeit,
doch zeitlos sind sie nicht,
denn wenn einer von uns Menschen geht,
kommt schon das nächste Licht.

Hörst du es?
Der Ruf wird lauter,
erzittern lässt er Berg und Tal,
bunte Wiesen zugebaut,
die Hügel nur mehr kalt und kahl,
die Wälder brennend gehn zu Grund,
das Wasser wird mit Wein vermischt,
und selbst die letzte Kinderträne,
dem Kind aus dem Gesicht gewischt.

Doch trotz der Furcht die uns verschlingt,
weiß ich,
ich habs doch selbst gesät,
keine Winde werden kühlen,
nichts kann mehr helfen,
kein Gebet.
Das Einzge was jetzt nur noch zählt,
ich schau zum Himmel,
sitz im Garten,
und lächle,
denn jetzt weiß ich es,
dass tausend Lichter auf mich warten.

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© 2020 Moritz Pongratz

Veröffentlicht von Moritz Pongratz

Der siebzehnjährige Dichter Moritz Pongratz, hat sich zusätzlich zu der klassischen Art der Veröffentlichung in Form eines Lyrikbandes dazu entschieden, seine Werke, die man unter anderem als eine Form inneren Ausdrucks, wie auch als Begeisterung für Sprache, Wort und romantische Erzählung interpretieren kann, auf seiner Website zum Lesen zur Verfügung zu stellen. Derzeit ist er Schüler des BRG Viktring (Musikzweig), überaus musikbegeistert (insbesondere Klassik und Filmmusik) und spielt auch Schlagzeug und Klavier. Als Eigenheit ließe sich noch erwähnen, dass er stets darum bemüht ist, die schönst mögliche Version, der von ihm geliebten deutschen Sprache zu gebrauchen.