Tausend Lichter

Was will die Welt von fernen Sternen,
wenn sie sich doch selbst nicht kennt?
Zu schätzen wissen was man hat,
das Leben ist und bleibt geschenkt,
doch nicht zu billig soll es werden,
bis zum Sterben jammernd klagen?
Manche möchten nur mehr fliehn,
dort am Himmel Lichter warten,
sie warten länger als die Zeit,
doch zeitlos sind sie nicht,
denn wenn einer von uns Menschen geht,
kommt schon das nächste Licht.

Hörst du es?
Der Ruf wird lauter,
erzittern lässt er Berg und Tal,
bunte Wiesen zugebaut,
die Hügel nur mehr kalt und kahl,
die Wälder brennend gehn zu Grund,
das Wasser wird mit Wein vermischt,
und selbst die letzte Kinderträne,
dem Kind aus dem Gesicht gewischt.

Doch trotz der Furcht die uns verschlingt,
weiß ich,
ich habs doch selbst gesät,
keine Winde werden kühlen,
nichts kann mehr helfen,
kein Gebet.
Das Einzge was jetzt nur noch zählt,
ich schau zum Himmel,
sitz im Garten,
und lächle,
denn jetzt weiß ich es,
dass tausend Lichter auf mich warten.

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Veröffentlicht von Moritz Pongratz

Moritz Pongratz wurde am 27.01.2003 in Kärnten geboren und ist derzeit Schüler des BRG Viktring (Musikzweig). Er entwickelte bereits früh seine Begeisterung für die Frei- und Schönheiten der deutschen Sprache, wie auch die Freude damit neues zu schaffen. 2016 gehörte er zu den Preisträgern des WiMo Literaturpreises und 2017 durfte er einen seiner Texte im Zuge der Gala: „Wider die Gewalt“ in der Burgarena Finkenstein vortragen. Im Juni 2020 ist sein erster Lyrikband: "41 Gedichte in beabsichtigter Reihenfolge" im SchriftStella Verlag erschienen.