Die Amphore

Wartet nicht!
So spricht er von dem Thron das letzte Wort,
denn er will fort mit uns nicht ziehen,
gar allein des Lebens fliehen.

Wartet nicht!
So wartet nicht!

Fest umklammert die Amphore,
versteckt unter den Ringen,
ach so klein, am großen Tore,
nie mehr Lieder werden klingen.

Kann nichts sehen,
doch ich spüre,
der Amphore dumpfen Schlag.
Das Herz zerbricht,
der Geist versagt,
zum letzten Mal ein Atemzug.

In jener Stund wollt ich ihn retten,
Ketten könnten mich nicht halten,
und erneut durchs große Tore,
wo des Lebens Licht verschmäht,
am Boden lag eine Amphore
und ich wusst ich war zu spät.

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Veröffentlicht von Moritz Pongratz

Moritz Pongratz wurde am 27.01.2003 in Kärnten geboren und ist derzeit Schüler des BRG Viktring (Musikzweig). Er entwickelte bereits früh seine Begeisterung für die Frei- und Schönheiten der deutschen Sprache, wie auch die Freude damit neues zu schaffen. 2016 gehörte er zu den Preisträgern des WiMo Literaturpreises und 2017 durfte er einen seiner Texte im Zuge der Gala: „Wider die Gewalt“ in der Burgarena Finkenstein vortragen. Momentan ist er auf der Suche nach dem passenden Verlag für seinen ersten Lyrikband.