Die Amphore

Wartet nicht!
So spricht er von dem Thron das letzte Wort,
denn er will fort mit uns nicht ziehen,
gar allein des Lebens fliehen.

Wartet nicht!
So wartet nicht!

Fest umklammert die Amphore,
versteckt unter den Ringen,
ach so klein, am großen Tore,
nie mehr Lieder werden klingen.

Kann nichts sehen,
doch ich spüre,
der Amphore dumpfen Schlag.
Das Herz zerbricht,
der Geist versagt,
zum letzten Mal ein Atemzug.

In jener Stund wollt ich ihn retten,
Ketten könnten mich nicht halten,
und erneut durchs große Tore,
wo des Lebens Licht verschmäht,
am Boden lag eine Amphore
und ich wusst ich war zu spät.

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Veröffentlicht von Moritz Pongratz

Moritz Pongratz wurde am 27.01.2003 in Kärnten geboren und veröffentlichte 2020 seinen ersten Lyrikband 41 Gedichte in beabsichtigter Reihenfolge im Verlag SchriftStella. Derzeit befindet er sich in Vorbereitung auf sein Germanistik und Jazz Schlagzeug Studium in Graz. Die Website „Moritz Pongratz Literatur“ ist Portfolio und Medium zum Experimentieren zugleich. Publiziert werden Gedichte und Prosaminiaturen in Rohfassung.