Zivilisation

Der Zivilist ist ein einsamer, der sich das Leben in Gesellschaft vorstellt und da er es noch nie erlebte, im besten Sinn erträumen darf. Man kennt und meidet ihn gerade deshalb, der Instinkt meldet Gefahr, als fiele der Blick auf ein Ungeheuer.

Er, das erzählen sie, habe den Ureinwohnern das Land geraubt und die Ebenbürtigkeit eines jeden Volkes vereitelt, um in oberster Etage mit der Nase zu schütteln und herrlich zivilisiert zu sein. 

So große Furcht und dabei gibt es den Zivilisten schon lange. Er war jener, der einst stehen blieb, um dem Gestürzten aufzuhelfen.

Weil sie es nicht besser wussten, reichten sich die Zivilisten die Hände und was heute als Ausgangspunkt der Krankheit gilt, resultierte in ein:

„Vielen Dank und auf Wiedersehen.“

Möglicherweise täuscht das Absolute und der Zivilist ist nicht einsam, mag sein im Weltgeschehen ein Individualist und trotzdem stets in beneidenswerter Gesellschaft. 

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Veröffentlicht von Moritz Pongratz

Moritz Pongratz wurde am 27.01.2003 in Kärnten geboren und veröffentlichte 2020 seinen ersten Lyrikband 41 Gedichte in beabsichtigter Reihenfolge im Verlag SchriftStella. Derzeit befindet er sich in Vorbereitung auf sein Germanistik und Jazz Schlagzeug Studium in Graz. Die Website „Moritz Pongratz Literatur“ ist Portfolio und Medium zum Experimentieren zugleich. Publiziert werden Gedichte und Prosaminiaturen in Rohfassung.