Gedicht zur Maturafeier

(Ein Funken Wahrheit)

Wie ein Rentner rückblickend auf die Jugend,
sehe ich nun in Gelassenheit
die Dummheit der Vergangenheit
und bin froh,
so schaurig froh,
dass sie vergangen ist.
Darf Ehrlichkeit ich mir erlauben?
Es ist ganz gleich,
wer soll die Frage hören,
wenn kein Tyrann,
ob liebevoll, ob grausam,
meine Kindheit noch beherrscht.


Dank gilt unzähligen Tagen,
doch nur ein Narr gestünde sich nicht ein,
dass es Kraft kostete ein Mensch zu bleiben,
der die Künste und das Leben liebt,
im Begriff Geschichte selbst zu schreiben,
ein Kind der neuen Welt zu sein.


Ergibt sich heut das Privileg,
nach dem Theater
neu sich zu begegnen,
ist es wohl ein schöner Weg,
der jetzt endet
und beginnt.

Anmerkung: Hier geht es zum Resümee meiner Schulzeit. Bei der ersten Veröffentlichung des Textes ist mir ein Fehler unterlaufen und daher das Wort Resümee in den Aussendungen per Email falsch geschrieben und erst jetzt korrigiert. 

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Veröffentlicht von Moritz Pongratz

Moritz Pongratz wurde am 27.01.2003 in Kärnten geboren und ist derzeit Schüler des BRG Viktring (Musikzweig). Er entwickelte bereits früh seine Begeisterung für die Frei- und Schönheiten der deutschen Sprache, wie auch die Freude damit neues zu schaffen. 2016 gehörte er zu den Preisträgern des WiMo Literaturpreises und 2017 durfte er einen seiner Texte im Zuge der Gala: „Wider die Gewalt“ in der Burgarena Finkenstein vortragen. Im Juni 2020 ist sein erster Lyrikband: "41 Gedichte in beabsichtigter Reihenfolge" im SchriftStella Verlag erschienen. Er ist Mitglied der IG österreichischer Autorinnen und Autoren.